Laudatio für Michael Dörner

zum Edwin Scharff-Preis 2006 der Freien u. Hansestadt HamburgPreisverleihung am 24. September 2007, Nordhalle der Deichtorhallen Gunnar F. Gerlach Meine sehr geehrten Damen und Herren, lieber Michael – Bolisch -eine Laudatio über ein so umfangreiches, vielgestaltiges und reflektiertes Werk, wie es das von Michael Dörner glücklicherweise darstellt, in 5 Minuten zu halten, ist nicht nur unter einem Angemessenheits- und Gerechtigkeits-Aspekt eine schwierige Aufgabe. Der umfangreichen Veranstaltung des heutigen...

Innen/Außen

Ludwig Seyfarth, 2004Es ist nicht einfach, die vielfältige künstlerische Aktivität Michael Dörners auf einen Nenner zu bringen. Er malt, gestaltet Objekte aus unterschiedlichsten Materialien, richtet ganze Häuser ein oder bittet verschiedene Personen zu Tisch, um von ihm zubereitete Mahlzeiten einzunehmen, was letztlich heißt, Kunst zu essen.Es gibt stets unterschiedliche Arten, Dörner Kunst zu betrachten oder mit ihr umzugehen. Auch einen griffigen, sofort wieder erkennbaren Dörner-Stil sucht man vergebens....

Eine andere Ordnung der Dinge

Die Sprache mit den Materialien Veronika Schöne, 2003 Heimlich. So heißt der Titel der Ausstellung. Das klingt ganz nach heimelig, anheimelnd. Nach Nestwärme, Schutzzone, nach einer Wohnung, einem Heim. Und tatsächlich hat Michael Dörner ein Haus gebaut, ein Spiegelkabinett seiner Kunst, das kein geringeres Thema hat als die Kunst selbst. In dem Maße, wie wir in das Innere des Hauses, in die subjektive Welt des Künstlers eintauchen, werden...

Heimlich

Philippe van Cauteren, Direktor am S.M.A.K. Stedeljik Museum voor Actuele Kunst in Gent, Belgien, Hamburg, 3. Juni 2003 Lieber Bolisch,es geschieht nicht jeden Tag, dass ich nach einer Ausstellungseröffnung mit einem süßen Geschmack im Mund nach Hause zurückkehre. Deine Ausstellung heimlich im art kite museum in Detmold ist so gesehen eine Ausnahme. Mehrere Male habe ich von den Fruchtgummi-Kleidern abgebissen, die von zwei Models bei der Eröffnung im...

DAS KUNSTWERK ALS GENERATOR

Über Material und Sprache in den neueren Arbeiten von Michael Dörner Dr. Knut Nievers, 1998 In unsere Kunstbetrachtung hat sich die schlechte Angewohnheit eingenistet, zumindest mit dem zweiten Blick nach dem Titel des Kunstwerkes zu schauen, natürlich in der Erwartung, dort Aufschluß über die Bedeutung zu erhalten. In einer Ausstellung mit künstlerischen Arbeiten Michael Dörners hilft dieser Blick wenig. Alle Arbeiten sind mit einer Zahlenkombination "betitelt", die das...

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