22. Februar 2015 – 29. März 2015

Es gibt stets unterschiedliche Arten, Dörners Kunst zu betrachten oder mit ihr umzugehen. Auch einen griffigen, sofort wieder erkennbaren Dörner-Stil sucht man vergebens. Bestimmte einzelne Stilelemente oder Materialien als Markenzeichen auszumachen, wäre vorschnell. Gleichwohl gibt es Dinge, die wiederholt auftreten und einen gewissen Identifikationseffekt erzielen.

Er ist ein Künstler, der die Grenzen zwischen angewandter und freier Kunst genauso auflöst, befragt und neu erstellt, wie er darauf aufmerksam macht, dass visuelle Wahrnehmung etwas anderes ist als sprachliche Aneignung und Weiterverarbeitung. Das unmittelbar Sichtbare ist bei Dörner stets nur Anker oder Köder, um die Betrachter in ein Spiel mit den Fallen der Wahrnehmung und der scheinbaren Identität der Dinge zu verwickeln. Dörners Objekte sind auf verschiedenen Ebenen erfahr- und interpretierbar. Hängt die Identität der Dinge nicht auch von der Weise ihres Gebrauchs ab?

Im Kunstverein Oerlinghausen wird der Künstler eine Installation aus Gläsern erstellen, die das Risiko des Künstlers als operative Maßnahme ins aktuelle Leben begreift.

(Textauszüge und Zitate von Ludwig Seyfahrt und Gunnar Gerlach)

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