Institut für alles Mögliche / Abteilung für alles Andere
20. Februar 2026 bis 26. Februar 2026
Who am I?
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Existenz von Gott. Die Konversation entstand durch Fragen, die der Künstler Michael Dörner mit ChatGPT im Februar 2025 durchführte. Es interessierte ihn, wie eine Künstliche Existenz (KI) auf die Fragen nach Gott und auf Fragen nach der eigenen Identität und dem Sein antworten würde. Er versuchte zu verstehen, wie die KI anwortet und fortwährend die Rolle der Fragenden übernimmt. Es entstand ein Dialog der nicht nur um die eigene Existenz und dem Transfer vom Leben in den Tod ging, sondern auch tiefgreifende philosophische Fragestellungen berührte. Fragen, die sich alle Menschen vermutlich irgendwann in ihrem Leben einmal stellen werden. Der Dialog fand schriftlich statt und wurde weder gekürzt noch nachträglich korrigiert. Die erste Version dieses Dialoges wurde als reine Audiodatei in drei Sprachen auf goldenen USB Sticks und mit Kopfhörern in San Antonio in Ibiza ausgestellt.
Im Sommer 2025 wurde die englisch sprachige Version des Interviews von künstlich generierten Avataren gesprochen. Der Künstler lässt sein eigenes Filmportrait als Avatar erscheinen und durch eine KI generierte Stimme sprechen und für die ChatGPT Stimme wurde ein Avatar generiert, der einer androgynen Jesusfigur gleicht. Der Film zeigt zwei Gesichter nebeneinander in einem analogen Gespräch. Es hat den Anschein eines Onlinemeetings.
Paula and I
Dieser Film simuliert ein fiktives Gespräch mit Paula Modersohn-Becker in deutscher Sprache.
Der im Film gesprochene Text ist eine vollständige, wortgetreue Transkription eines fiktiven Dialogs zwischen dem Künstler Michael Dörner als Avatar und einer imaginierten Stimme durch ChatGPT sowie ein durch KI entwickelter Avatar auf der Grundlage eines im Internet frei verfügbaren Fotos der Malerin Paula Modersohn-Becker (1876–1907). Die dargestellte Paula Modersohn-Becker ist keine historische Quelle, sondern eine künstlerische Konstruktion, die sich auf Briefe, biografische Dokumente und kunsthistorisches Wissen stützt.
Der Dialog ist als zeitgenössisches künstlerisches Format zu verstehen. Er verhandelt Fragen von Kunst, Autorschaft, Nachleben, Geschlechtergerechtigkeit, Freiheit, Familie und künstlerischer Praxis über historische Zeitgrenzen hinweg. Die KI fungiert hierbei nicht als Autorität, sondern als Resonanzraum.
Die dargestellte historische Figur ist eine Fiktion. Alle Aussagen der Figur Paula Modersohn-Becker sind imaginativ und nicht als historische Zitate zu verstehen.

