{"id":1016,"date":"2024-04-20T18:37:29","date_gmt":"2024-04-20T16:37:29","guid":{"rendered":"https:\/\/michaeldoerner.de\/?p=1016"},"modified":"2025-03-02T12:52:49","modified_gmt":"2025-03-02T11:52:49","slug":"entransito-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/michaeldoerner.de\/en\/einladungen\/entransito-2024\/","title":{"rendered":"ENTRANS\u00ccTO 2024"},"content":{"rendered":"<p> <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Leuchten aus dem Mittelmeer<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ein experimenteller Versuch den \u00dcbergang zwischen gestern, jetzt und morgen auszuloten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-vertical is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-1 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<p><strong>El Faro de Ses Coves Blances \u2013 Sa Antoni de Portmany (Ibiza)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Projekt vom 14. April 2024 bis 22. April 2024023<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ausstellungser\u00f6ffnung: 18. April 2024<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Zum zweiten Mal, nach dem erfolgreichen Pilotprojekt im Jahr 2023, wird sich eine Gruppe von K\u00fcnstler*innen und Kurator*innen aus Hamburg und Ibiza erneut in Sa Antoni de Portmany zusammenfinden, um sich k\u00fcnstlerisch den Themen und Problematiken des Overtourismus, der \u00d6konomie der Bewegung, sowie den damit l\u00e4ngst eng verbundenen Problemen der Migration, Flucht, Globalisierung und Diskriminierung zu widmen.<\/p>\n\n\n\n<p>2023 stand noch die Auseinandersetzung mit dem Philosophen Walter Benjamin und seinem Aufenthalt auf dem Gel\u00e4nde der Sa Punta des Moli w\u00e4hrend der Nazidiktatur im Fokus.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Jahr wird die Ausstellung an einem anderen, aber ebenfalls symboltr\u00e4chtigen Ort stattfinden und der Leuchtturm \u201eFaro de Ses Coves Blances\u201c wird als Ort der Begegnung und inhaltlichen Auseinandersetzung dienen.<\/p>\n\n\n\n<p>War sein Standort fr\u00fcher innerhalb eines unbewohnten Endes der langen Bucht Sa Antoni de Portmany, ist er heute ein Teil des Stadtbildes. 1897, als weithin nachts sichtbares Zeichen f\u00fcr die See- und Schifffahrt eingeweiht, erlebte das Geb\u00e4ude seitdem viele Ver\u00e4nderungen. 1963 wurde es stillgelegt und der Fortschritt enthob den Leuchtturm seiner urspr\u00fcnglichen Funktion. Ab 2010 hat die Stadtverwaltung nach einer gr\u00fcndlichen Restaurierung das Geb\u00e4ude wieder er\u00f6ffnet und als soziokulturelles Zentrum mit einem Ausstellungssaal und einem Zentrum f\u00fcr Meereskunde eingerichtet. Seine privilegierte Lage im Stadtzentrum von San Antoni macht den Leuchtturm zu einem leicht zug\u00e4nglichen und beliebten kulturellen Treffpunkt mit einem j\u00e4hrlichen Programm von Ausstellungen und Veranstaltungen aller Art.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Leuchtturm soll im Rahmen des Projekts \u201eEnTrans\u00edto\u201c dieses Mal thematisch auf die Doppeldeutigkeit seiner symbolischen Wirkung und Bedeutung als Signalpunkt verweisen. Einerseits steht das leuchtende Blinken f\u00fcr eine Warnung vor Untiefen im Meer und sich n\u00e4hernden Klippen, um ein kentern zu vermeiden. Andererseits wirkt jenes Signal, jenes Leuchten nicht nur anziehend, sondern dient auch der Ortsbestimmung. In der Dunkelheit zieht uns Licht nicht nur regelrecht an, es spendet den Menschen auch Hoffnung, Mut und Zuversicht. \u00dcbertragen wir jene Doppeldeutigkeit des Leuchtturms und seiner Signalwirkung auf westliche und wirtschaftlich gut situierte Systeme, dann kann die dem Leuchtturm innewohnende Ambivalenz auch auf die Interessen und Motivationen von Migration angewendet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum einen w\u00fcnscht sich jedes Land, aus wirtschaftlicher Sicht, Arbeitskr\u00e4fte und Konsument*innen und zum anderen m\u00f6chte man ungew\u00fcnschte Gefl\u00fcchtete auch gerne schnell wieder ausweisen, weil in der Bev\u00f6lkerung die Sorge entstehen kann, dass sie soziale Gesellschaften und l\u00e4nderspezifische Kulturen \u00fcberfordern und \u00fcberfremden k\u00f6nnten. Auch innerhalb des Tourismus l\u00e4sst sich ein \u00e4hnliches Spannungsfeld finden, wof\u00fcr Orte wie San Antoni Signal kr\u00e4ftige Bedeutungstr\u00e4ger. In ihnen spiegelt sich die Lust auf Sonne und Erholung wider und sie vermitteln den Duft von Freiheit. An Orten wie San Antoni k\u00f6nnen Urlauber*innen ihrem Alltag und allen Zw\u00e4ngen entkommen. Zugleich birgt ein solch touristischer Erfolg jedoch nicht nur Wohlstand und Arbeitspl\u00e4tze. F\u00fcr die Einheimischen wird Wohnraum unerschwinglich, wenn nicht sogar Mangelware. So stellt sich nicht nur die Frage, f\u00fcr wen sich eben jener Wohlstand wirklich abzeichnet, sondern auch Orte wie San Antoni sehen sich im Zuge des Massentourismus mit der Sorge nach \u00dcberforderung und \u00dcberfremdung konfrontiert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr eine Woche arbeiten und interagieren ausgesuchte K\u00fcnstler*innen und Studierende, gemeinsam mit dem Kurator*innenteam des Projekts \u201eEn transito\u201c, rund um die symbolisch aufgeladene Plattform des Leuchtturms \u201eFaro de Ses Coves Blances\u201c. Sie verweisen damit auf eine sich permanent ver\u00e4ndernde Wirklichkeit und verarbeiten zugleich k\u00fcnstlerisch die dadurch sichtbar gewordenen Fragestellungen innerhalb der Themen Migration, Flucht, Massentourismus, Angst vor \u00dcberfremdung und Diskriminierung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-entransito-2025 wp-block-embed-entransito-2025\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote hcb-fetch-image-from=\"https:\/\/entransito.de\" class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"TE7DhDNi4A\"><a href=\"https:\/\/entransito.de\/\"><\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#8222;&#8220; &#8212; Entransito 2024\" src=\"https:\/\/entransito.de\/embed\/#?secret=CPWdAvBVos#?secret=TE7DhDNi4A\" data-secret=\"TE7DhDNi4A\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><figcaption class=\"wp-element-caption\"><a href=\"https:\/\/entransito.de\">https:\/\/entransito.de<\/a><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-2 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-1 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\"><div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"480\" height=\"490\" src=\"https:\/\/michaeldoerner.de\/wp-content\/uploads\/ENTRANSITO-DIGITAL-.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1018\" srcset=\"https:\/\/michaeldoerner.de\/wp-content\/uploads\/ENTRANSITO-DIGITAL-.jpeg 480w, https:\/\/michaeldoerner.de\/wp-content\/uploads\/ENTRANSITO-DIGITAL--294x300.jpeg 294w, https:\/\/michaeldoerner.de\/wp-content\/uploads\/ENTRANSITO-DIGITAL--12x12.jpeg 12w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">ENTRANS\u00cdTO 2024, Flyer der Ausstellung<\/figcaption><\/figure><\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/michaeldoerner.de\/wp-content\/uploads\/IMG_1543-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1019\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Denkbilder Teil 2, Installationsansicht, El de Faro Ses Coves Blances, Sant Antoni de Portmany<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/michaeldoerner.de\/wp-content\/uploads\/IMG_1528-1-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1022\" style=\"width:839px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/michaeldoerner.de\/wp-content\/uploads\/IMG_1528-1-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/michaeldoerner.de\/wp-content\/uploads\/IMG_1528-1-225x300.jpeg 225w, https:\/\/michaeldoerner.de\/wp-content\/uploads\/IMG_1528-1-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/michaeldoerner.de\/wp-content\/uploads\/IMG_1528-1-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/michaeldoerner.de\/wp-content\/uploads\/IMG_1528-1-9x12.jpeg 9w, https:\/\/michaeldoerner.de\/wp-content\/uploads\/IMG_1528-1-900x1200.jpeg 900w, https:\/\/michaeldoerner.de\/wp-content\/uploads\/IMG_1528-1-1140x1520.jpeg 1140w, https:\/\/michaeldoerner.de\/wp-content\/uploads\/IMG_1528-1-scaled.jpeg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Denkbilder Teil 2, Installationsansicht, El de Faro Ses Coves Blances, Sant Antoni de Portmany<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-3 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<p><strong>\u201cIm\u00e1genes que piensan &#8211; Sombras Largas\u201d<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Video, 56:40 &#8220;, Installation, 2024 &#8211; Passwort: Denkbilder02<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-vimeo wp-block-embed-vimeo wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" hcb-fetch-image-from=\"https:\/\/vimeo.com\/940369041\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/940369041?dnt=1&amp;app_id=122963\" width=\"700\" height=\"394\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; fullscreen; picture-in-picture; clipboard-write\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>\u201eDenkbilder \u2013 Lange Schatten\u201d<a href=\"applewebdata:\/\/3C99B954-3F2F-475C-ABA7-A7825914412A#_ftn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Im vergangenen Jahr hat der K\u00fcnstler Michael D\u00f6rner in einem Zelt auf dem Gel\u00e4nde der Sa Punta des Mol\u00ed mit der Installation eines Zeltes den Eindruck erweckt, als w\u00fcrden unberechtigt Personen dort hausen. Es sollten Anspielungen auf Fl\u00fcchtlingscamps und Assoziationen zu Protestaktionen sein &#8211; eine unberechtigte Besetzung \u00f6ffentlichen Terrains. Ein Film mit Interviews, die er mit Menschen aus Hamburg gef\u00fchrt hat, die ein Haus auf der Insel besitzen, wurde im Zelt aufgef\u00fchrt.<br>Die Fl\u00fcchtigkeit der tempor\u00e4ren Installation hat der K\u00fcnstler auch in diesem Jahr beibehalten. Auf dem Au\u00dfengel\u00e4nde des Faro de Ses Coves Blances wird wieder eine tempor\u00e4re Behausung, diesmal  in Form eines Pferdewagens, als Raum f\u00fcr den zweiten Teil des Filmprojektes dienen. Mit dem Teil 2 wird diese Arbeit vollendet. Die Interviews und Sequenzen, die im Film zu sehen sind, wurden allesamt in San Antonio oder auf der Insel Ibiza gedreht. Die Personen, die auf die Fragen des K\u00fcnstlers antworten, sind allesamt Einwohner von Ibiza oder der Stadt San Antonia. Aus den kurzen Schatten der Denkbilder sind nun lange Schatten geworden. Es ist sehr spannend zu sehen, wie sich die Perspektiven der unterschiedlichen Interessengruppen ver\u00e4ndern und wie unterschiedlich die Insel, mit all ihren M\u00f6glichkeiten wahrgenommen wird.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/3C99B954-3F2F-475C-ABA7-A7825914412A#_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>&nbsp;Nach Walter Benjamin<\/p>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ENTRANS\u00cdTO<br \/>\nEl Faro de Ses Coves Blances &#8211; Sa Antoni de Portmany (Ibiza)<br \/>\n14. April 2024 bis 22. 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